| |
Home | |
Der Apfel... Woher er wirklich stammt, konnte bisher nicht zweifelsfrei geklärt werden. Manche tippen auf Südosteuropa, andere auf Südwestasien, und wieder andere wähnen seine Herkunft im Südkaukasus. Seit jeher spielt der Apfel aber eine bedeutende Rolle. Ob in Religionen, Zauberritualen, in der Kunst oder in der Geschichte und Medizin, überall ist er anzutreffen. Seine bekannteste Rolle dürfte die im "Sündenfall" sein, als Adam und Eva vom Baum der Erkenntnis assen. Der runden Frucht werden auch allerlei Zauberkräfte nachgesagt, besonders, wenn es um die Liebe geht. Nicht umsonst wird der Apfel als Symbol der Liebe und Schönheit angesehen. In manchen Dörfern wird ihm sogar heute noch als Fruchtbarkeitssymbol mit alten Bräuchen gehuldigt. Innerhalb der Europäischen Union essen übrigens die Deutschen die meisten Äpfel, fast 40 kg pro Kopf und Jahr! Wie Verbraucherumfragen zeigen, wird der rot gefärbte Apfel mit einem fruchtigen, eher süsslichen Geschmack präferiert. Aber Apfel ist nicht gleich Apfel. Jede Sorte hat ihre Angebotssaison, ihr Aussehen in Form und Farbe und ihr eigenes Aroma. Äpfel sind das ganze Jahr über zu haben. Man unterscheidet zwischen Früh-, Herbst- und Wintersorten. Jonagold, Elstar, Boskoop und Golden Delicious sind typische Wintersorten. Anders als die frühen Sorten lassen sie sich sehr gut lagern. | |
|
Äpfel werden in Deutschland nach Richtlinien des kontrollierten Anbaus angebaut. Das Prinzip dieses Anbauverfahrens ist die grösstmögliche Schonung der Natur. Angefangen bei der Wahl des Standortes, der Auswahl der Apfelsorten, über die Frucht- und Bodenpflege bis zum biologischen Pflanzenschutz werden im Kontrollierten Apfelanbau alle Kulturmassnahmen optimal aufeinander abgestimmt und von unabhängigen Prüfstellen überwacht. Neben der umweltschonenden Produktion werden die Äpfel hohen Ansprüchen an Geschmack, Inhaltsstoffe, Farbe und Grösse gerecht. Der erfrischende Geschmack, die vielfältigen Verzehrmöglichkeiten und seine gesundheitlichen Vorzüge machen den Apfel zum wichtigen Lieblingsobst. Der Apfel hat ein ausgesprochen wertvolles Nährstoffprofil: Enthalten sind reichlich Einfach- und Zweifachzucker wie Glucose (Traubenzucker), Fructose (Fruchtzucker) und Saccharose (Rohrzucker). Außerdem ist der Anteil an Ballaststoffen sehr hoch, was eine positive Wirkung auf die Verdauung hat. Besonders reich an Ballaststoffen und Pektin ist die Apfelschale. Mehr als 20 Mineralstoffe sind in einem Apfel enthalten, darunter Calcium, Eisen und Phosphor. Der Apfel gilt aber auch als wichtige Vitaminquelle. Neben Vitamin A und solchen des B-Komplexes ist reichlich Vitamin C vorhanden. Allerdings schwankt der Gehalt an Vitamin C von Sorte zu Sorte: Boskoop zum Beispiel enthält pro 100 Gramm etwa 20 bis 30 Milligramm (mg), Granny Smith dagegen nur 5 bis 10 mg. Wegen des Gehalts an Fruchtsäure gilt der Apfel auch als "natürliche Zahnbürste". Da der Apfel nicht nur sättigt, sondern durch seinen hohen Fruchtzuckeranteil die Leistungsfähigkeit ankurbelt, ist der Apfel die ideale Zwischenmahlzeit für Schule, Büro und unterwegs. Äpfel, die sofort verzehrt werden, sollte man nicht schälen, da ihre hochwertigen Bestandteile unter der Schale sitzen. Neben dem Frischverzehr bieten Äpfel eine Vielzahl von Zubereitungsvarianten: Salate, Strudel, Aufläufe, Kuchen, Backäpfel, Kompott, und vieles andere mehr. Äpfel, in Spalten geschnitten, eignen sich vorzüglich für den Rumtopf. Wer Appetit auf einen leckeren Apfelkuchen hat, sollte zu würzig-säuerlichen, festen Äpfeln greifen. Damit der Apfel bei der Zubereitung seine Inhaltsstoffe nicht verliert, sollte er nicht zu lange kochen. Festes Fruchtfleisch braucht 10 bis 15 Minuten Garzeit, mürbe Äpfel sind in 5 Minuten gar. Die meisten Apfelspeisen lassen sich übrigens auch einfrieren! Wissenswertes rund um den Apfel Pektin bindet das giftige Schwermetall Blei Einreibungen mit lauwarmem Apfelessigwasser helfen bei Krampfadern Junge, frische Apfelblätter regen den Gallenfluß und die Lebertätigkeit an Ein Aufguss aus getrockneten Blättern und Blüten wirkt bei Harnwegsentzündungen Ein geriebener Apfel ist für Säuglinge und Kleinkinder ein bewährtes Mittel gegen Durchfall Apfel-Marmelade, Leinsamen und Sauermilch sind Bestandteile eines alten Rezeptes gegen Verdauungsbeschwerden Äpfel wirken entschlackend Tips für die Lagerung Lagern Sie Äpfel am besten auf Holzborden oder Brettern in luftigen Räumen mit einer Temperatur von 2 ° C bis 5 ° C. Achten Sie darauf, dass sich die Äpfel möglichst nicht berühren. Auch tiefgefroren können Äpfel aufbewahrt werden, ganze Früchte eignen sich dazu jedoch nicht. Zubereitete Apfelspeisen oder Säfte können gut verschlossen über einen Zeitraum von 8 bis 12 Monaten eingefroren werden. Apfelsorten mit viel Fruchtsäure, wie Boskoop, Cox Orange oder der Glockenapfel eignen sich ausgezeichnet für die Zubereitung von Kompott, Apfelmus oder Gelee und Gebäck. Für Bratäpfel wählen Sie Sorten mit einem mürben, nicht zu saftigen Fruchtfleisch, wie z. B. Boskoop, Jonagold oder Elstar. Nährstoffgehalt von 100 g eßbarem Anteil Energie: 50 kcal bzw. 210 kJ Eiweiß: 0,3 g Fett: 1 g Kohlenhydrate: 12 g Kalium: 130 mg Natrium: 3 mg Calcium: 7 mg Magnesium: 6 mg Phosphor: 10 mg Eisen: 0,4 mg Vitamin A: 10 µg Vitamin B1: 0,03 mg Vitamin B2: 0,03 mg Vitamin C: 5 bis 30 mg Vitamin E: 0,5 mg Niacin: 0,3 mg Studien beweisen: Öko-Äpfel schmecken besser! Äpfel aus ökologischer Landwirtschaft schonen die Umwelt und bilden mehr Süsse. Dies haben amerikanische Forscher in einer fünfjährigen Studie nachgewiesen. Die Wissenschaftler verglichen den organischen Landbau mit konventionellen Betrieben und integrierten Anbausystemen. In der Studie berücksichtigt wurden die Qualität des Bodens, die gärtnerische Leistung sowie Rentabilität und Energieverbrauch. In Sachen Umweltschutz erzielte der organische Landbau erwartungsgemäss die besten Resultate. Die Umweltfolgen wurden mit einem Index bewertet, der auch in der Beurteilung von Pestiziden und Chemikalien Anwendung findet. Je höher der Index ausfällt, um so grösser ist der Schaden. Demnach liegt der konventionelle Anbau beim 6,2fachen Wert des ökologischen Anbaus. Allerdings mussten sich Ökobauern im Vergleich mit einer um 50 Prozent geringeren Ernte zufrieden geben. Dafür schmecken ihre Produkte am besten, wie unbeteiligte Testesser den Forschern bestätigten. Die Öko-Äpfel wurden als überdurchschnittlich süß und schmackhaft beurteilt. Die Forscher ermittelten, dass in den Öko-Äpfeln das Verhältnis von Zucker zu Säure am günstigsten ausfiel. Äpfel kauen fördert das Denken ... kürzlich gelesen in einem Buch über "Baumgeister": Der Vogelbeerbaum hat eine Schutzwirkung - aus seinem Holz wurden Butterfässer gemacht. Die Haselnuss gilt als Gefäss des Wissens. Holunderholz nicht verarbeiten - es bringt Unheil. Und: den letzten Apfel am Baum soll man immer für das Apfelmännchen übriglassen - damit es im nächsten Jahr wieder eine gute Ernte beschert. Was ist erfrischender, schmackhafter und gesünder als ein Biss in einen reifen, knackigen Apfel? Fällt Ihnen eine Frucht ein, die den Apfel noch übertrifft? Oder würden Sie die Aussage bestätigen, dass sein Fruchtfleisch zum Köstlichsten und Vollkommensten gehört, was die Natur zu bieten hat? Sollten Sie eigene Apfelbäume besitzen, werden Sie dies bestimmt tun. Da würde uns wiederum interessieren, ob Sie schon Erfahrungen mit dem Apfelmännchen gemacht haben? Sind Sie allerdings nicht in der glücklichen Lage, im eigenen Garten Äpfel zu ernten, laden wir Sie gerne ein. Doch zurück zur Überschrift - es ist tatsächlich wissenschaftlich bewiesen, daß Kauen das Denken fördert - und plötzlich hatte Kaugummikauen eine ganz neue Begründung. Wir würden Ihnen jedoch Äpfel empfehlen - genau drei Stück über den Tag verteilt: morgens nüchtern und langsam gegessen, regt er die Körpersäfte und den Geist an. Mittags ist er eine gute Vorspeise vor dem eigentlichen Essen oder eine hervorragende Zwischenmahlzeit. Und abends wirkt er entspannend und beruhigend - entsprechend dem alten Reim: "Ein Apfel gegessen kurz vor der Nacht, hat manchen Arzt zum Bettler gemacht." Und da die meisten Vitamine und Ballaststoffe direkt unter der Schale liegen, möchten wir Sie ermutigen, Äpfel mit Schale zu kauen. Äpfel rundum gesund Auch heute noch gilt: Äpfel sollen ungeschält gegessen werden. Unter der Schale stecken in besonders hoher Konzentration zwei Stoffe, die im Körper segensreich wirken: Flavonoide und Vitamin C. Wie Privatdozent Dr. Dieter Treutter vom Lehrstuhl für Obstbau der Technischen Universität München in der Apothekenzeitschrift "Gesundheit" sagt, sind die beiden Stoffe offensichtlich gemeinsam besonders wirksam. Beide machen zellschädigende Substanzen, die "freien Radikale", unschädlich, hemmen bestimmte Umbauprozesse körpereigener Stoffe - und schützen auf diese Art vor Volksleiden wie Krebs und Herzkrankheiten. |